Straßen mit Bäumen bergen tödliches Risiko: Naturschutz vor Menschenschutz?GP. Eine sattgrüne Allee - ein idyllisches Bild. Wäre da nicht dieses unscheinbare Kreuz, das signalisiert, hier starb ein Mensch. Denn die Idylle trügt: Bei so genannten Baumunfällen lassen jährlich etwa 25 Prozent aller in Deutschland im Straßenverkehr Getöteten ihr Leben. Auf Landstraßen sind es gar mehr als 30 Prozent. Seit Jahren fordern die Unfallforscher des Verkehrstechnischen Instituts der Deutschen Versicherer wirkungsvolle Schutzmaßnahmen, die bereits 2001 im Regelwerk "Empfehlung zum Schutz von Unfällen mit Aufprall auf Bäume (ESAB)" zusammengefasst wurden. Ziel der ESAB ist es, die besonders hohe Unfallschwere von Baumunfällen bewusst zu machen, ein Verfahren zum Auffinden von Bereichen mit erhöhten Gefährdungen anzubieten und Maßnahmen zur Reduzierung der Anzahl der Unfälle bzw. der Unfallfolgen aufzuzeigen. Doch insbesondere Naturschützer leisten gegen die ESAB heftigen Widerstand und verhindern bislang deren Umsetzung. Folge: Allein in den ungenutzt verstrichenen Jahren 2001 und 2002 waren bei Baumunfällen weitere rund 5.000 Menschenleben und ca. 30.000 schwer Verletzte zu beklagen. Um dieser fatalen Entwicklung entgegenzuwirken, fordern die deutschen Versicherer, keine Bäume mehr an Straßen zu pflanzen. Vorhandene Alleen sollten durch Leitplanken und Starenkästen entschärft werden. Leitplanken mildern eventuelle Unfallfolgen, weil sie den Baumaufprall verhindern. Starenkästen sorgen für niedrigere Geschwindigkeiten, sodass erst gar keine brenzligen Situationen entstehen ... |
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Durch den verschneiten SchilderwaldGP. Im Winter bringt der Schnee so einige Unannehmlichkeiten für Autofahrer mit sich. Und die müssen nicht immer auf, sondern können auch abseits der Straße liegen. Viele wissen z.B. nicht genau, was zu tun ist, wenn sie an einem Verkehrsschild vorbeikommen, das wegen der weißen Pracht nicht mehr lesbar ist. Nach Auskunft von Sicherheitsexperten der Allianz Versicherung gilt hier der so genannte "Sichtbarkeitsgrundsatz". Das heißt, Verkehrszeichen, die unkenntlich geworden sind und mit beiläufigem Blick nicht mehr richtig erfasst werden können, sind unwirksam. Doch Achtung: Dies bedeutet nicht, dass Autofahrer sie deshalb einfach missachten können. Im Gegenteil, es verpflichtet sie zu besonderer Vorsicht. Der Sinn vieler Zeichen ist nämlich mit ein wenig gesundem Menschenverstand eindeutig anhand der Form zu verstehen. Beispiele sind Achteck (Stop), auf der Spitze stehendes Dreieck (Vorfahrt gewähren) bzw. Quadrat (Vorfahrtsstraße). Auch von Ortskundigen wird erwartet, dass sie sich an zugeschneite Schilder halten. Sie kennen schließlich ihre Bedeutung, da sie die Strecke schon öfter gefahren sind. Wer ganz sichergehen will, nichts falsch zu machen, sollte besonders aufmerksam weiterfahren, das Tempo drosseln und bremsbereit sein. Denn es kann ja sein, dass das verdeckte Zeichen eine Geschwindigkeitsbegrenzung anordnet oder vor einer Gefahrenstelle warnt ... |
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