Abenteuerspielplatz StraßeGP. Während der warmen Jahreszeit sind Kinder am liebsten draußen. Für viele bedeuten Straßen die reinsten Abenteuerspielplätze. Da beschränken sich die Aktivitäten schon mal nicht allein auf Gehwege, sondern werden bis auf die angrenzende Fahrbahn ausgedehnt. Für Kraftfahrer, die an solchen Stellen unterwegs sind, bedeuten spielende Kinder am Wegesrand: Stets die Sprösslinge im Auge behalten, Geschwindigkeit drastisch reduzieren, ständige Bremsbereitschaft, Ausweichmanöver einplanen. Wenn die Kleinen in ihre Aktivitäten vertieft sind, kann es nämlich passieren, dass sie das Verkehrsgeschehen völlig außer Acht lassen. Spontane Sprints zum gegenüberliegenden Gehweg sind dann jederzeit möglich. Wer auf solche Aktionen vorbereitet ist und einen Pkw mit moderner Sicherheitstechnik lenkt, wird sie souverän meistern ... |
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600.000 rollende ZeitbombenGP. Kaum zu glauben, dass selbst völlig zerstörte Unfallautos nach notdürftiger "Reparatur" und optischer "Aufbereitung" unkontrolliert wieder auf unsere Straßen dürfen. Wer sollte sie auch daran hindern? Denn anders als z.B. in Holland, Italien oder Spanien gibt es bei uns keine Pflicht nachzuweisen, dass das Fahrzeug nach erfolgter Reparatur wieder verkehrssicher ist. In einer Stichprobe aus einer Million Dekra-Gutachten nach meist schweren Unfällen wurden rund 10.000 davon genau untersucht und dabei festgestellt, dass 44 Prozent der Unfallfahrzeuge Vorschäden aufwiesen. Bei 15 Prozent der Fahrzeuge wurden reparierte Vorschäden festgestellt, wobei die Reparatur aber teilweise nicht fachgerecht ausgeführt worden war. Eine Studie der Deutschen Automobil Treuhand (DAT) kommt zu dem Ergebnis, dass rund jeder zehnte in Deutschland zugelassene Pkw im Jahr 2002 nach einem Unfall in Stand gesetzt wurde. Das heißt, fast 4,5 Millionen Pkw hatten einen Unfallschaden. In zwölf Prozent der Unfälle überschreiten die Instandsetzungskosten die 5.000-Euro-Grenze. Das bedeutet, dass jedes Jahr rund 540.000 schwere Unfallschäden repariert werden müssen, neun Prozent davon in Eigenregie. Also fast 50.000 Pkw, die allein im Jahr 2002 nicht mit dem notwendigen Know-how beziehungsweise den erforderlichen Werkzeugen repariert wurden. Bei einer durchschnittlichen Pkw-Lebensdauer von zwölf Jahren summiert sich die Zahl der nach einem schweren Unfall unzureichend reparierten Pkw auf rund 600.000 Autos. Ein Sprecher des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes erinnerte in diesem Zusammenhang an das so genannte "Essener Modell". Danach sollen Fahrzeugbriefe bei Totalschäden entwertet werden. Eine erneute Zulassung kann dann entweder erst mit dem Nachweis einer fachgerechten Instandsetzung z.B. in einem Meisterbetrieb der Kfz-Innung erfolgen oder nach einer besonderen Überprüfung durch unabhängige Organisationen möglich sein. Von der Umsetzung dieses Modells würde die Verkehrssicherheit deutlich profitieren. |
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