Ganz schön "Wild"!


GP. Nun droht insbesondere in den frühen Morgen- und während der dämmrigen Abendstunden wieder verstärkter Wildwechsel. Wer in ländlichen oder waldreichen Gebieten unterwegs ist, sollte auf die entsprechenden Hinweisschilder achten, den Fuß vom Gas nehmen und den Fahrbahnrand sorgfältig beobachten. Beim Auftauchen einzelner Tiere ist immer mit Nachzüglern zu rechnen. Im Fall der Fälle lautete bisher die Empfehlung, im Zweifel lieber einen Zusammenstoß in Kauf zu nehmen, als ein Ausweichmanöver zu riskieren. Dies darf man angesichts etablierter bzw. neuer technischer Entwicklungen ruhig mal infrage stellen. Aber die letzte Entscheidung liegt allein beim Fahrer, der Folgendes berücksichtigen sollte: Führten abrupte Richtungswechsel früher fast zwangsläufig zum Verlassen der Fahrbahn mit all seinen schlimmen Folgen, stehen in derartigen Situationen mit ABS oder ESP heute ganz andere Möglichkeiten zur Verfügung. Denn ABS erhält die Lenkfähigkeit trotz Vollbremsung, während ESP die Schleuderneigung schon im Ansatz unterbindet. Beispielsweise Wildschweine sind ganz schön schwere Brocken, die nicht nur Schäden am Fahrzeug verursachen, sondern auch eine Gefahr für die Insassen darstellen können. Sie zu umfahren, statt sie umzufahren, ist also manchmal die bessere Lösung. Immer vorausgesetzt, man hat ESP an Bord, beim Ausweichen werden weder Gegenverkehr noch Nachfolgende gefährdet und die jeweilige Situation lässt ein solches Fahrmanöver sinnvoll erscheinen. Übrigens: Für Niederwild, also Hasen, Kaninchen, Marder, Iltis u.Ä., gelten weiterhin die guten, alten Tipps ... Foto: Conti/GP
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Direkter Draht rund um die Uhr: Zentralruf der Autoversicherer


GP. Pro Stunde passieren rund 600 Unfälle auf deutschen Straßen. Glücklicherweise bleibt es meist bei Blechschäden, die alle Beteiligten möglichst schnell und problemlos regeln möchten. Den eigenen Versicherer über das Geschehen zu informieren ist relativ einfach: Ein Anruf genügt. Schwierig wird es erst, wenn ein Geschädigter die gegnerische Versicherung erreichen will, sie aber nicht kennt. In diesen Fällen leistet der Zentralruf der Autoversicherer gute Dienste. Über die Nummer 01 80/2 50 26 wird der direkte Kontakt zur Versicherung des Gegners hergestellt. Jeden Tag, rund um die Uhr. Für diesen Service benötigt der Zentralruf nur das Autokennzeichen und den Schadentag. Auch bei einem Unfall im europäischen Ausland hilft der Zentralruf und ermittelt den Beauftragten des ausländischen Versicherers in Deutschland. Eine Anfrage an den Zentralruf kann auch per Fax unter 0 40/3 36 69-4 01 oder E-Mail unter anfrage@zentralruf.de erfolgen. Koordiniert werden die Anfragen von der Notrufzentrale der Autoversicherer in Hamburg, die auch die Notrufsäulen an Autobahnen und Landstraßen betreibt. Mit der gebührenfreien Notrufnummer 08 00 NOTFON D (08 00/6 68 36 63) bietet der Zentralruf der Autoversicherer zudem eine "mobile Notrufsäule" und koordiniert Abschleppleistungen. Als einziger Anbieter in Deutschland ist die Notrufzentrale seit Ende 2003 in der Lage, alle Handy-Notrufe über 08 00 NOTFON D zu orten. Jährlich bearbeitet die Notrufzentrale mehr als zwei Millionen Vorgänge. Dabei machen Dienstleistungen des Zentralrufs für Autofahrer, Werkstätten, Sachverständige und Rechtsanwälte mehr als 50 Prozent der Vorgänge aus.
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