Wenn’s im Urlaub mal nicht rund läuft


GP. Autofahren im Ausland ist kein Kinderspiel. Fremde Verkehrszeichen sowie -regeln beanspruchen die volle Konzentration und in vielen Ländern geht es auch noch lebhafter zu als auf deutschen Straßen. Bestes Beispiel - der Kreisverkehr: Hier muss man in Sekundenschnelle Vorfahrtsschilder beachten, gleichzeitig unübersichtliche Wegweiser entziffern und die anderen Verkehrsteilnehmer im Auge behalten. Zu allem Überfluss nervt dabei ein hupender Hintermann, dem das alles viel zu lange dauert. Mit etwas Pech kommt es in dieser Situation schnell zu einem Zusammenstoß. Glück im Unglück haben dann diejenigen, die bereits vor der Abreise z.B. eine ADAC-Rechtsschutz-Versicherung abgeschlossen haben. Denn diese hilft u.a. bei Schadenersatzansprüchen nach einem Verkehrsunfall, bei Vorwürfen wegen Ordnungswidrigkeiten und erstattet die Kosten, wenn Rechtsanwalt oder Gutachter benötigt werden. Läuft es im Urlaub also einmal nicht so rund wie erhofft, müssen sich Reisende mit der richtigen Absicherung wenigstens um die Folgekosten keine Sorgen machen.
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Bahn auf Euro vorbereitet


Wenn am 1. Januar 2002 der Euro die D-Mark über Nacht als Zahlungsmittel ablöst, ist die Bahn bereits gut vorbereitet. Alle 3.500 roten Fernverkehrsautomaten werden in der Silvesternacht online umgestellt. An diesen Automaten wird auch künftig bargeldlos mit Kredit- oder EC-Karte bezahlt. Die 6.500 Münzautomaten der Bahn werden schrittweise bereits ab Dezember auf die neue Währung umgestellt. Das erste Drittel noch im alten Jahr - aber nur an Bahnhöfen, an denen mindestens zwei Automaten stehen, damit auch im Dezember weiterhin Fahrkarten gegen D-Mark gelöst werden können. Wenn alles nach Plan geht, sind alle Münzautomaten bis Ende Februar 2002 auf Euro umgestellt - das heißt, an vielen Bahnhöfen können bis weit in den Februar Fahrkarten auch an den Automaten noch mit D-Mark bezahlt werden. Dass die Bahn fieberhaft an der Umstellung auf den Euro arbeitet, bestätigt Bahn-Vorstand Jürgen Büchy, der Bahnreisende gleichzeitig um etwas Geduld bittet, wenn nicht sofort alles reibungslos klappen sollte: "Wir haben eine Urlaubssperre verhängt, damit alle an Bord sind, die wir sinnvoll einsetzen können. Wir müssen natürlich davon ausgehen, dass der Fahrkartenverkauf etwas länger dauern wird als normal. Dafür bitten wir unsere Kunden jetzt schon um Verständnis. Die Klientel ist an die neue Währung noch nicht gewöhnt, sie schaut sich das Wechselgeld länger an, prüft die neuen Münzen genauer - all dies dauert einige Sekunden. Bei tausenden von Verkaufsvorgängen pro Tag summiert sich das natürlich und kann die Wartezeiten am Schalter etwas verlängern." Die Umstellung auf den Euro hat die Bahn noch in ganz anderer Hinsicht beschäftigt, denn sie wirkte sich auch auf die Einführung des neuen Preissystems aus. "Durch die Währungsumstellung waren zum Teil Ressourcen blockiert. Hinzu kommt: An unserem Vertriebssystem können einfach nicht alle Veränderungen zur selben Zeit vorgenommen werden. Deshalb mussten wir Pläne aufgeben, unser neues Preissystem zusammen mit dem Euro einzuführen. Das wäre praktisch gewesen, die Kunden hätten sich nur einmal an neue Zahlen gewöhnen müssen. Aber das ging aus technischen Gründen nicht. Also - wir hätten mit unserem neuen Preissystem schneller sein können, wenn wir nicht in den vergangenen sechs bis acht Monaten so intensiv an der Euro-Umstellung hätten arbeiten müssen", erläutert Büchy. Einen ganz individuellen Weg geht die Bahn bei der Umrechnung der DM- in die Euro-Preise. Während viele andere Unternehmen diesen Vorgang zu verdeckten Preiserhöhungen nutzen, hat die Bahn von Anfang an eingeräumt, dass es teilweise zu leichten Anhebungen bei den Fahrpreisen kommen wird. Sie streicht allerdings die Gewinne daraus nicht selbst ein, sondern will sie für einen guten Zweck verwenden. Den Grund für die Anpassungen nennt der Bahn-Vorstand: "Wir stehen vor der technischen Herausforderung, dass unsere Preise durch 20 Cent teilbar sein müssen. Wir haben festgelegt, dass der einzig sinnvolle Weg, das hinzubekommen, für die streckenbezogenen Preise zunächst in einer leichten Anhebung besteht, um dann wieder abzurunden. Gleichzeitig haben wir beschlossen, dass wir uns damit aber nicht bereichern wollen, sondern die Mehreinnahmen - wir reden über einen Betrag, der eine Million Mark erreichen könnte - für einen guten Zweck an eine wohltätige Organisation zu spenden. Ich will aber betonen, dass wir längst nicht alle Preise leicht erhöht haben. Viele Pauschalpreise sind auch etwas gesenkt worden." Ganz realistisch schätzt die Bahn auch die Möglichkeit auftretender Probleme ein. Zwar seien 95 Prozent aller nötigen Schritte durchgetestet, aber alles, was zum Schluss geschähe, bringe noch eine leichte Unsicherheit mit sich. Als Beispiel sei nur die Umstellung bei den konventionellen Automaten erwähnt. Dass dazu manuelle Arbeitsschritte erforderlich sind, die sich etwa witterungsbedingt nicht immer wie geplant realisieren lassen, leuchtet ein. Schlimmstenfalls werden dann nicht alle Automaten zum vorgesehenen Zeitpunkt umgestellt sein. Darüber hinaus rechnet man mit dem - sehr unwahrscheinlichen - Fall mangelnder Wechselgeldbestände. Ein Problem, das aber alle Branchen trifft. Die Bahn hat sich jedenfalls mit einer Verdoppelung des üblichen Vorrats an Wechselgeld ganz gut vorbereitet. Sollte es einmal dennoch nicht reichen, kann relativ kurzfristig Bargeld nachgeliefert werden. Insgesamt geht die Bahn davon aus, dass innerhalb von zwei Wochen nach der Umstellung auf die neue Währung der Umgang mit dem Euro zum Alltag geworden sein wird.
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