Herbst mit TückenHP. Regen, Regen, nichts als Regen. So präsentiert sich oft der Herbst. Für Autofahrer bedeutet dies immer wieder eine besondere Gefahr: Aquaplaning. Gerade bei zu hoher Geschwindigkeit kann schon eine Spurrille auf der Fahrbahn ausreichen, dass die Reifen eines Pkw aufschwimmen und ihre Haftung auf der Straße verlieren. Die Folge ist ein erhöhtes Unfallrisiko bei Nässe. Um kritische Situationen von vornherein zu vermeiden, mahnen Sicherheitsexperten des Allianz Zentrum für Technik deshalb zu besonderer Vorsicht. Das heißt, die Geschwindigkeit den widrigen Wetterverhältnissen anpassen sowie ausreichend Sicherheitsabstand zum Vordermann halten. Abgefahrene Pneus, niedriger Reifendruck und abgenutzte Stoßdämpfer erhöhen den gefährlichen Aquaplaningeffekt. Daher auf intakte Stoßdämpfer, genügend Reifendruck und ausreichend Profiltiefe achten. Gesetzlich vorgeschrieben sind mindestens 1,6 Millimeter, besser - weil sicherer - sind allerdings mindestens drei Millimeter. Gerät man trotzdem mal in eine "Wasserfalle" und das Auto verliert die Bodenhaftung, möglichst ruhig bleiben, Fuß vorsichtig vom Gas nehmen, Kupplung durchtreten und das Lenkrad in Fahrtrichtung halten. Wer nämlich bremst und am Steuer kurbelt, riskiert, dass der Wagen von der Straße abkommt. Auch Fahrhilfen und intelligente Bremssysteme wie ESP und ABS bieten keinen ausreichenden Schutz bei Aquaplaning. Deshalb ist bei Regen in jedem Fall Vorsicht angesagt. |
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Unverhofft kommt oftGP. Auch eine umsichtige Fahrweise schützt nicht immer vor kritischen Situationen im Straßenverkehr. Eine sich unvermittelt öffnende Fahrzeugtür oder ein plötzlich auftauchendes Hindernis erfordert blitzschnelle Reaktion. In einer Bosch-Studie bestätigten knapp 70 Prozent von 1.000 befragten Autofahrern, dass sie schon einmal eine Vollbremsung machen mussten. 30 Prozent gerieten sogar bereits ins Schleudern. Hier helfen aktive Sicherheitssysteme dem Fahrer, die Situation ohne Unfall zu meistern. Das Antiblockiersystem ABS verhindert das Blockieren der Räder; so folgt das Fahrzeug auch bei Vollbremsungen weiterhin der vom Fahrer vorgegebenen Richtung. Die Antriebsschlupfregelung ASR verhindert auf glattem Untergrund das Durchdrehen der Räder. Die Funktionen beider Systeme sind Bestandteil des Elektronischen Stabilitäts-Programms ESP. Dieses erkennt zusätzlich auch Schleuderbewegungen bereits im Ansatz. Hier nimmt ESP Gas weg und bremst zusätzlich gezielt einzelne Räder ab. Die dadurch erzeugte, genau dosierte Drehbewegung des Fahrzeugs wirkt der Schleuderbewegung entgegen. So wird das Fahrzeug stabilisiert und bleibt in der Spur. Den Nutzen des ESP bestätigen mittlerweile Untersuchungen mehrerer Unternehmen wie DaimlerChrysler oder Toyota. Daraus geht hervor, dass die Zahl der schweren Fahrunfälle um bis zu 50 Prozent zurückginge, wenn alle Pkw mit ESP ausgestattet wären. Dies überrascht nicht weiter, da dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) zufolge 25 Prozent aller Unfälle mit Personenschaden und 60 Prozent aller Unfälle mit Todesfolge auf Schleudern zurückzuführen sind. Die Akzeptanz dieser Sicherheitssysteme ist bei den Befragten übrigens unbestritten: So stimmten 70 Prozent der Aussage zu, dass sie in Gefahrensituationen automatisch eingreifen sollen, selbst wenn der Fahrer dabei überstimmt wird. 78 Prozent von ihnen würden ihren Fahrspaß dadurch nicht eingeschränkt sehen. |
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