Die Ostsee, eine jahrhundertealte
Erfolgs-geschichte: Im Mittelalter, als die
mächtigste Wirtschafts- und
Handelsorganisation der Welt schlicht Hanse
hieß und den Städten Lübeck, Wismar,
Rostock, Greifswald und Stralsund
beständigen Wohlstand und Einfluss
bescherte.
Erfolg im Kaiserreich, als der Urlaub noch
Sommerfrische genannt wurde und alljährlich
die wohlhabenden Herren der Gesellschaft
ihre Frauen und Kinder aus dem stickigen
Berlin in die mondänen Seebäder auf Rügen
und Usedom schickten. Erfolg auch wieder in
der Berliner Republik, als die Schönheiten
der Küste und ihrer Siedlungen
wiederentdeckt wurden, die großen Städte
ihre Hansevergangenheit und die See-bäder
ihr wilhelminisches Erbe hervorholten
und stolz den wachsenden Besucherströmen |
präsentieren. Die Mischung macht's: An
warmen Sommertagen locken die weißen und
feinsan-digen Strände entlang der Küste die
Urlauber von Timmendorf bis Zinnowitz ans
Meer, dann sind die Strandkörbe ausgebucht
und die Chance, ein Stückchen Bernstein zu
finden, liegt nahe Null. Zeigt sich das
Wetter weniger spendabel mit Sonnenschein,
lohnt sich ein Besuch der historischen
Hansestädte wie Lübeck und Stralsund, beide
Weltkulturerbe der Unesco, deren aufwändige
Backsteingotik vom Reichtum der
hanseatischen Kaufleute zeugt. Und als
Zugabe erwartet Besucher eine Landschaft,
die Mutter Natur überreich mit Wäldern und
Wiesen, romantischen Buchten und schroffen
Klippen ausgestattet hat. |