Land der Berge, Land am Strome, Land der
Äcker, Land der Dome - so heißt es in der
Bundeshymne. Und so ließe sich über
Österreich wohl eine ganze Oper schreiben:
über Gipfel und Gastlichkeit, Heurigen und
Habsburg, Freud und Fiaker, Wien und Walzer.
Rund 84.000 Quadratkilometer und acht
Millionen Einwohner sind von der einstigen
Weltmacht noch geblieben. Doch selbst dieses
Österreich birst noch vor kultureller und
landschaftlicher Vielfalt. Von den höchsten
Gipfeln der Südlichen Kalkalpen, über das
Urstromtal der Donau, durch das urtümliche
Mühlenviertel bis hin zum Wiener Becken und
Neusiedler See: Hier schlägt das Herz
Europas, in dem so manche Kultur und
Geschichte ihre Spuren hinterlassen hat. Wer
hat sich noch nicht in die Donaumonarchie
geträumt, noch nicht den |
Kaiserwalzer getanzt, Kafkas Verwandlung
gelesen, sich freudianischen Analysen
ausgesetzt oder von der Belagerung Wiens
durch die Türken gehört? Wer träumt nicht
davon, sich einmal die Abfahrten am Arlberg
hinunter zu stürzen, eine Linzer Torte am
Originalschauplatz zu genießen, in einem
Wiener Kaffeehaus zu philosophieren, um
danach im Fiaker von einem grantelnden
Kutscher ins Hotel gefahren zu werden?
Österreichs Eigenarten sind Ausdruck
charmanter Eigenbrötlerei gepaart mit der
Weltoffenheit eines jahrhundertealten
Schmelztiegel Europas. Und seit dem Fall des
Eisernen Vorhangs und dem Beitritt zur EU
ist Österreich wieder an seinem angestammten
Platz: als kulturelles Scharnier zwischen
Ost, West, Süd und Nord. Mittendrin. |